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Operation

Operation


Eine Operation ist – besonders in den frühen Stadien I und II – in der Regel die erste Option zur Behandlung eines Bronchialkarzinoms. Abhängig von der Grösse und Ausbreitung der Tumorzellen kann aber auch in späteren Stadien noch operiert werden. Ziel der Operation ist, das Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen. Zusätzlich entnimmt der Arzt/die Ärztin bei dem Eingriff benachbarte Lymphknoten, um sie im Labor zu untersuchen. Es gibt verschiedene Operationsverfahren, die sich nach der Ausdehnung und Grösse des Tumors richten:

  • Atypische Resektion (Keilresektion): sparsame keilförmige Entfernung des betroffenen Lungengewebes, die nicht dem Aufbau der Lunge folgt; das umliegende gesunde Gewebe bleibt erhalten.
  • Lobektomie: vollständige oder teilweise Entfernung eines Lungenlappens; Voraussetzung dafür ist, dass der Tumor auf einen Lungenlappen begrenzt ist.
  • Bilobektomie: neben dem befallenen wird auch der angrenzende Lungenlappen des rechten Lungenflügels entfernt; notwendig, wenn das Tumorwachstum über die Grenze eines Lungenlappens hinausgeht.
  • Pneumektomie: Entfernung eines kompletten Lungenflügels aufgrund von beispielsweise grossen Tumoren oder mehreren Krebsherden.

Die vier häufigsten Operationsmethoden bei Krebs

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Ob eine Operation zur Behandlung geeignet ist, hängt auch von möglichen Vor- oder Begleiterkrankungen ab. Wenn beispielsweise Herzkrankheiten den allgemeinen Gesundheitszustand schwächen, kann das Operationsrisiko zu hoch und eine (stereotaktische) Strahlentherapie besser geeignet sein. Ausserdem muss gewährleistet sein, dass der verbleibende Lungenanteil die Atmung ausreichend übernehmen kann. In manchen Fällen ist es auch erforderlich, den Tumor zuerst durch eine Chemo- oder Strahlentherapie zu verkleinern (neoadjuvante Therapie) und ihn erst dann operativ zu entfernen.

Die Operation an der Lunge erfolgt unter Vollnarkose und – abhängig von der Lage und Grösse des Tumors – minimalinvasiv oder offen. Ein minimalinvasiver Eingriff kommt jedoch nur bei sehr kleinen Tumoren in sehr frühen Stadien vor, daher findet in der Regel eine offene OP statt. Der Arzt/die Ärztin entfernt das betroffene Gewebe immer mit etwas „Sicherheitsabstand“. Das bedeutet, dass er/sie etwas gesundes Gewebe um den Tumor herum zusätzlich entnimmt, um sicherzustellen, dass keine Tumorzellen zurückbleiben. Falls doch ein paar Tumorzellen in der Lunge geblieben sind, kann eine weitere Operation erforderlich sein.

Nach der Operation muss das verbliebene Lungengewebe die komplette Atemfunktion übernehmen. Aus diesem Grund ist Ihre körperliche Leistungsfähigkeit erst einmal geringes und tiefes Ein- und Ausatmen kann Ihnen schwerfallen. Doch mit einer Rehabilitation und gezielten Atemübungen können Sie Ihre Lungenfunktion wirksam unterstützen. Gegen die Schmerzen nach der Operation können Sie eine Schmerztherapie erhalten.

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